Rassebeschreibung

Geschichte
Als Stammvater der Spitze wird allgemein der Torfhund der Pfahlbauern der jüngeren Steinzeit angesehen. Sie haben sich in fast gleicher Form (Kopf, Ohren, Rute) über die ganze Welt verbreitet. Kleine, lebhafte, äußerst bellfreudige Haushunde gab es seit vielen Jahrhunderten. Erstmalig tauchte um 1450 auch die Bezeichnung "Spitzhunt" in einer niederrheinischen Hausordnung auf, die den Gebrauch dieses Namens als Schimpfwort bei Strafe untersagte. Um 1700 gab es in Pommern eine breite Population weißer Spitze, von ihnen leitet sich der auch jetzt noch gebräuchliche Name Pomeranian für den Zwergspitz ab. Ein schwarzer Spitz wurde in Württemberg gezüchtet, wo er die Weingärten bewachte. Im Oktober 1899 organisierten sich die Züchter der verschiedenen Varianten des Deutscher Spitzes im Verein für deutsche Spitze und stellten den Standard für die einzelnen Größen und Farben auf. Sein stets wacher Argwohn gegen alle Fremden, verbunden mit seiner unbestechlichen Treue sowie die völlige Uninteressiertheit am Herumstrolchen und Stromern bzw. Wildern, gepaart mit seiner sprichwörtlichen Wachsamkeit, machen den Deutschen Spitz zu einem Favoriten für Haus und Hof wie keinen anderen Hund. Um so unverständlicher ist, dass die Spitze in Deutschland heute immer seltener werden. Auf seiner Sitzung vom 27. und 28. November 1997 in Buenos Aires machte der FCI-Vorstand ein für allemal Schluss mit dem Streit über die Standards von Wolfsspitz und Keeshond und formulierte: Wolfsspitz und Keeshond werden als eine Rasse bezeichnet.


Rassebeschreibung
Unter der Rassebezeichnung Deutscher Spitz sind der Wolfsspitz, der Groß-, Mittel-, Klein- und Zwergspitz zusammengefasst. Sie haben alle einen ähnlichen Körperbau und unterscheiden sich nur durch Größe und Färbung. Es sind lebhafte Hunde mit herrlichem Haarkleid, das aufgrund seiner reichlichen Unterwolle absteht. Um den Hals legt sich ein starker, mähnenartiger Kragen. Der fuchsähnliche Kopf mit den flinken, klugen Augen, die spitzen, kleinen, abstehenden Ohren und die kühn über den Rücken gebogene Rute verleihen dem Spitz die ihm eigene charakteristische Keckheit. Der mittelgroße Kopf erscheint von oben gesehen hinten am breitesten und verschmälert sich keilförmig bis zur Nasenspitze. Von der Seite lässt er einen mäßigen Stop erkennen. Der Fang ist nicht zu klein und steht im proportional gefälligen Verhältnis zum Oberkopf und der Stirnlänge. Die schwarze Nasenkuppe ist rund, bei braunen Deutschen Spitzen dunkelbraun. Auch bei weißen Spitzen ist die Farbe der Lippen und der Augenränder schwarz. Die dreieckigen Ohren sind klein, dicht aneinandergestellt, je dichter um so besser, und werden immer aufrecht getragen. Der Hals ist mittellang, der Rücken so kurz wie möglich und völlig gerade, aber vorn höher als hinten. Die Brust ist vorn tief, der Rippenkorb gewölbt und der Bauch nach hinten mäßig aufgezogen. Die Rute ist mittellang, hoch angesetzt und gleich nach der Wurzel aufwärts und nach vorn über den Rücken gebogen, dann seitlich nach rechts oder links gerichtet und kreisförmig gerollt, fest auf dem Rücken aufliegend oder direkt auf ihm gerollt. Im Verhältnis zum Rumpf sind die Läufe stämmig und gerade und stehen auf kleinen, rundlichen Pfoten. Das Gesicht, die Ohren und Pfoten sowie die Außen- und Innenseiten der Vorder- und Hinterläufe sind kurz und dicht, der übrige Körper reich und lang behaart. Das Eigentümliche des Haares besteht darin, dass es namentlich am Hals und an den Schultern locker und gerade vom Körper absteht, ohne gewellt, gekräuselt oder zottig zu erscheinen. Auch auf dem Rücken scheitelt sich das Haar nicht, sondern breitet sich locker anliegend nach allen Seiten aus. Die größte Länge erreicht es unter dem Hals und an der Rute. Die Hinterseite der Vorderläufe trägt eine stark ausgebildete, nach unten verlaufende Befederung, die am Ellenbogen beginnt und bis zu den Beugungen des Handwurzelgelenkes reicht. Die Befederung der Hinterläufe reicht nicht so weit hinab, so dass diese Teile der Läufe bis zu den Sohlen kurz behaart erscheinen.


Charakter und Wesen
 Spitze sind stets aufmerksam,lebhaft und außergewöhnlich anhänglich gegenüber ihrem Besitzer und ihrer Familie. Sie sind sehr gelehrig und leicht zu erziehen,wenn man ihrer Intelligenz Rechnung trägt. Für sture Befehlswiederholungen kann der Spitz sich nicht begeistern! Ein natürliches Misstrauen gegenüber Fremden und ihr fehlender Jagdtrieb machen sie zum idealen Wächter für Haus,Hof und Wohnung. Sie sind weder ängstlich noch aggressiv und passen sich als Familienspitz ohne Schwierigkeiten dem Leben auf dem Land oder in der Stadt an. Die Begriffe unbestechlich,treu und keck werden in der Rassegeschichte von jeher mit dem Spitz verbunden. Gegenüber dem Wetter sind sie unempfindlich,Regen,Schnee und Kälte halten sie vom täglichen Spaziergang nicht ab. Ihre Langlebigkeit ist eine weitere hervorragende Eigenschaft!

 

Größe
 in der Reihe der fünf Spitze ist der Mittelspitz der drittgrößte. Er besitzt länglich geformte Augen und eine üppig behaarte Ringelrute. Größe: 29-39 cm. Gewicht: etwa 11 kg. Fell: obwohl in Deutschland meist einfarbig gezüchtet, sind alle Farbspielarten erlaubt/lang und derb, weiche Unterwolle.
Der Spitz entstand in Deutschland Ende des 17. Jahrhunderts. Er wurde hauptsächlich als Wachhund auf Bauernhöfen gehalten.
Der Mittelspitz ist ein lebhafter und selbstbewußter Hausgenosse.

Mittelspitz Farben Reinweiß ohne gelblichen Anflug, Altfarben (dunkelbraun, gleichmäßig gefärbt oder schwarz, wobei auch das Unterhaar und die Haut dunkel gefärbt sein müssen) und Neufarben (orange, gleichmäßig gefärbt; graugewolkt und andersfarbig)

Wesen/Erziehung
Der Deutsche Spitz ist ein aufmerksamer, lebhafter, intelligenter und sehr anhänglicher Hund. Er schliesst sich seinen Menschen eng an und braucht engen Anschluss an seine Bezugspersonen. Der wachsame Spitz lernt schnell dazu und ist daher relativ leichtführig. Jagdtrieb ist beim Spitz kaum bis gar nicht vorhanden, mit anderen Tieren die im Haushalt leben versteht er sich meist sehr gut. Gegenüber Fremden kann er ein gewisses Misstrauen haben.


Haltung
Der Spitz ist ein anpassungsfähiger Hund und aufgrund seiner Eigenschaften ein angenehmer Begleiter. Er kann problemlos auf dem Land, aber auch in der Stadt gehalten werden.

Größe und Farben

 Der deutsche Mittelspitz soll eine Schulterhöhe zwischen 30 und 38 cm haben.Da diese Größenvariante erst 1969 anerkannt wurde(obwohl es ihn immer schon gab),kann es vorkommen,daß mal ein Welpe kleiner bleibt.Dieser wird dann,auf Wunsch zum Kleinspitz umgeschrieben und ist ebenso anerkannt wie ein geborener Kleinspitz.Umgekehrt ,also vom Klein- zum Mittelspitz,geht natürlich auch. Er wird in den Farben schwarz, braun, weiß, orange und andersfarbig gezüchtet.Andersfarbig sind Farbschläge wie z. B. graugewölkt, black and tan, creme, sable, gescheckt.

Pflege
Auch wenn man es nicht glauben mag,der Spitz braucht nicht viel Fellpflege! Einmal in der Woche bürsten(gegen den Strich)reicht völlig aus.Während des Fellwechsels sollte öfter zum Kamm gegriffen werden, dann wird die lose Unterwolle herausgebürstet und dem Spitz wird die Haarung erleichtert.Oft glauben die Leute ihren Spitz einen Gefallen zu tun,indem sie ihn im Sommer scheren lassen.Das Gegenteil ist der Fall,denn damit wird die Fellstruktur zerstört und der rassetypische Gesamteindruck geht verloren!Das Fell bietet Schutz vor Kälte und Hitze. Natürlich sollte man nicht in der größten Mittagshitze Gassigehen,auch nicht mit kurzhaarigen Hunden!Wer aus Bequemlichkeit den Spitz scheren läßt,sollte sich lieber eine andere Rasse zulegen!Auch im Haus ist es kein Problem ausgefallene Haare zu entfernen,da Spitzhaar sich leicht wegsaugen läßt!